Miis Wallis - Brigitte Albrecht Loretan

08.07.2026

37 Brigitte Albrecht Loretan
Brigitte Albrecht Loretan

Wer das Goms besucht, entdeckt eines der schönsten Hochtäler der Schweiz. Eingebettet zwischen beeindruckenden Bergen, urchigen Walliser Dörfern und einer unberührten Natur bietet die Region das ganze Jahr über unvergessliche Erlebnisse.

Im Winter verwandelt sich das Goms in ein Paradies für Langläufer. Kilometerlange, perfekt präparierte Loipen führen durch verschneite Landschaften und verbinden die Dörfer miteinander. Dank der Bahn, die direkt neben den Loipen verkehrt, lässt sich jede Tour flexibel gestalten. Doch auch Winterwanderer und Schneeschuhfans kommen hier voll auf ihre Kosten.

Sobald der Schnee schmilzt, zeigt sich das Goms von einer anderen Seite. Grüne Wiesen, klare Bergbäche und aussichtsreiche Wander- und Velowege laden dazu ein, die Natur in aller Ruhe zu geniessen. Wer gerne aktiv unterwegs ist oder einfach die frische Bergluft schätzt, findet hier ideale Bedingungen.

Neben der Natur begeistert das Goms auch mit seinen Traditionen. Ein besonderes Highlight ist für Brigitte Albrecht Loretan das «Trichje» am Nikolaustag. Dann ziehen Kinder und Erwachsene mit ihren Glocken durch die Dörfer und lassen einen eindrucksvollen Klang entstehen – ein Brauch, der Einheimische und Gäste gleichermassen fasziniert.

Das Goms ist mehr als eine Ferienregion. Es ist ein Ort, an dem Sport, Natur und Walliser Kultur harmonisch zusammenfinden und jede Jahreszeit ihren ganz eigenen Zauber entfaltet.

Brigitte, was bedeutet das Wallis für dich?

Das Wallis ist für mich Heimat – wegen der Berge, des Wetters und der Menschen. Ich mag die Offenheit und Direktheit der Walliser. Man weiss immer, woran man ist.

Welche Bedeutung hat das Goms für dich?

Ich bin im Goms geboren und dort mit dem Langlauf aufgewachsen. Für mich ist es das schönste Langlaufgebiet überhaupt. Es gibt Loipen für Anfänger und Fortgeschrittene, und dank der Bahn entlang der Strecke kann man die Tour jederzeit anpassen.

Wie begann deine sportliche Laufbahn?

Schon als Kind war ich viel auf den Langlaufskiern unterwegs. Aus dem Hobby wurde Leistungssport. Ich startete für den Skiclub Obergoms und gehörte später viele Jahre zum Schweizer Nationalkader.

Was waren deine grössten sportlichen Erfolge?

Mein grösster Erfolg war die Bronzemedaille mit der Schweizer Staffel an den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City. Ausserdem nahm ich an vier Olympischen Spielen teil, wurde 14-mal Schweizer Meisterin und gewann den Engadin Skimarathon dreimal. Mein bestes Einzelresultat an Olympischen Spielen war der 7. Platz über 30 Kilometer 1998.

Du wohnst heute in Varen. Was gefällt dir dort?

Ich lebe seit vielen Jahren in Varen. Das Dorf ist mir sehr ans Herz gewachsen. Das Tal ist dort offener und der Blick ins Rhonetal ist wunderschön.

Was schätzt du besonders am Wallis?

Im Wallis findet man auf kleinem Raum unglaublich viel. Besonders wichtig ist mir die Bodenständigkeit der Menschen. Ich war durch den Sport viel unterwegs, aber ich bin immer gerne nach Hause zurückgekehrt.

Das Interview führte Sibylle Imhof, Kenzelmann Immobilien